Familien nach einem Todesfall durch die nächsten Schritte begleiten
Clarvia ist ein gemeinnütziger Verein in Luxemburg, der ein kostenloses, mehrsprachiges Unterstützungsangebot für Familien nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen aufbaut. Wir helfen Angehörigen zu verstehen, was zu tun ist, was dringend sein kann, welche Dokumente wichtig sind und wo sie qualifizierte Unterstützung finden - unabhängig von Sprache, Nationalität, Einkommen, Familiensituation oder persönlichem Netzwerk.
Folgen Sie unserer Reise
Niemand sollte die praktischen Aspekte eines Verlusts allein bewältigen müssen. Wir bauen ein kostenloses, praktisches Angebot auf, um Familien zu unterstützen, wenn es am wichtigsten ist, und lernen dabei ständig von Familien, Pflegenden und Fachkräften. Verfolgen Sie unsere Updates und unseren Fortschritt auf YouTube.
Nach einem Todesfall ist praktische Hilfe nicht für alle gleichermaßen zugänglich.
Menschen im engen Umfeld sind jedes Jahr in Luxemburg betroffen
Basierend auf 4.471 Todesfällen in Luxemburg im Jahr 2024 und Studien, die von rund neun eng betroffenen Personen pro Todesfall ausgehen.
der Einwohner sind ausländische Staatsangehörige
Fast die Hälfte der Einwohner Luxemburgs hat eine andere Staatsangehörigkeit, was Trauerbegleitung natürlicherweise mehrsprachig und interkulturell macht.
Quelle: CEFIS/STATEC
um einen Todesfall zu melden
Einige erste Formalitäten müssen sehr schnell erledigt werden, oft während die Familien noch unter Schock stehen.
Quelle: Guichet.lu
Wenn ein Mensch stirbt, müssen Angehörige plötzlich Verwaltung, Dokumente, Behörden, dringende Schritte, Bestattungsfragen, Nachlassthemen und persönliche Erinnerungen ordnen - oft mitten im Schock.
Für viele Menschen wird dies zusätzlich erschwert: durch Sprachbarrieren, grenzüberschreitende Familiensituationen, begrenzte finanzielle Mittel, fehlende Vertrautheit mit den luxemburgischen Systemen oder schlicht durch die Frage, an wen man sich überhaupt wenden kann.
Informationen gibt es zwar, doch sie sind oft verstreut, technisch formuliert und schwer zu überblicken - gerade in dem Moment, in dem Familien am wenigsten Kraft zum Suchen haben.
Clarvia wurde gegründet, um diese Orientierung für alle leichter zugänglich zu machen.
Ein kostenloses Unterstützungsangebot im Trauerfall für Luxemburg
Clarvias erstes Projekt ist ein kostenloser digitaler Service, der Familien hilft, die praktischen Schritte nach einem Todesfall in Luxemburg zu verstehen.
Der Service wird Familien durch relevante Themen führen, darunter:
- ●erste administrative Schritte nach einem Todesfall
- ●Dokumente, die gesammelt und aufbewahrt werden müssen
- ●Institutionen und Organisationen, die benachrichtigt werden müssen
- ●Verwaltungsschritte rund um die Bestattung
- ●Schritte in Bezug auf Arbeitgeber, Rente, Versicherung, Bank und Wohnung
- ●Orientierung in Erbschaftsfragen
- ●grenzüberschreitende Aspekte, soweit relevant
- ●Erinnerungen an fristgebundene Aufgaben
- ●Links zu offiziellen Quellen und qualifizierten Fachleuten
Clarvia ersetzt keine rechtliche, notarielle, steuerliche, medizinische, psychologische, bankfachliche, finanzielle oder nachlassbezogene Beratung. Der Service hilft Familien zu verstehen, wo sie beginnen können, was vorzubereiten ist und wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist.
Personalisiert
Auf die Situation der Familie zugeschnittene Schritte
Fristen im Blick
Hilft, dringende Schritte zu erkennen
Dreisprachig
Englisch, Französisch und Deutsch
Was Familien und Fachleute uns gesagt haben
Clarvia entsteht im Austausch mit Menschen, die Verwaltungsfragen nach einem Todesfall selbst erlebt haben, und mit Organisationen, die Familien in solchen Situationen praktisch begleiten.
“Als meine Mutter unerwartet starb, fühlte es sich an, als würde ich in eine Black Box fallen. Mein erster Impuls war, die Welt auszublenden und einfach zu weinen. Doch fast sofort hieß es, es gebe Dinge, die innerhalb von 24 Stunden erledigt werden müssten. Das empfand ich als unmenschlich. Eine klare Orientierung für eine Situation, die früher oder später jede Familie berührt, wäre unglaublich wertvoll.”
- Tom, Luxemburg
“Unsere Tochter kam bei einem tödlichen Unfall ums Leben, während sie in Luxemburg lebte. Sie war keine Luxemburger Staatsangehörige, und es gab kein Testament. Plötzlich mussten wir uns mit dem luxemburgischen Verwaltungssystem auseinandersetzen, ohne eine der Amtssprachen zu sprechen. Kein Elternteil sollte jemals den Verlust eines Kindes erleben müssen. Aber es muss einen besseren Weg geben, als zur Trauer sofort auch noch administrative Belastungen hinzuzufügen.”
- Trauernde Eltern, Vereinigtes Königreich
“Wenn jemand stirbt und die Familie über mehrere Länder verteilt ist, vermischen sich Trauer, Dokumente, Übersetzungen, Entfernung und Unsicherheit. Man weiß nicht immer, welche Regeln welches Landes zählen, wen man kontaktieren muss oder welche Unterlagen gebraucht werden. In diesem Moment würde ein kostenloser, mehrsprachiger Leitfaden die Trauer nicht nehmen - aber er könnte einen Teil der Angst und Verwirrung nehmen.”
- Ukrainische Person mit vorübergehendem Schutz, Luxemburg
Teilen Sie Ihre Erfahrung
Wenn Sie in Luxemburg nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen praktische Schritte organisieren mussten, kann Ihre Erfahrung uns helfen, einen besseren Service zu entwickeln.
Sie müssen keine privaten Details teilen. Besonders interessieren uns praktische Hürden: Was war am schwersten zu verstehen? Welche Dokumente waren schwer zu finden? Welche Behörden, Institutionen oder Schritte waren unklar? Was hätte am meisten geholfen? In welcher Sprache wäre der Prozess leichter gewesen?
Bitte senden Sie über dieses Formular keine Identifikationsnummern, medizinischen Unterlagen, Bankdaten, vertraulichen rechtlichen Informationen oder privaten Dokumente.
Mit uns zusammenarbeiten
Clarvia befindet sich derzeit in der Aufbau- und Validierungsphase. Wir freuen uns über Kontakt von:
- ●Familien, die ihre praktische Erfahrung teilen möchten
- ●Fachleute, die mit trauernden Familien arbeiten
- ●Organisationen des Sozialsektors
- ●Gemeinden und Akteure des öffentlichen Interesses
- ●Notare, Anwälte, Steuerberater und Verwaltungsexperten
- ●Übersetzer und Barrierefreiheits-Spezialisten
- ●potenzielle Partner und Freiwillige
